Heizspiegel: Preise steigen 2026

Das Heizen in Deutschland hat sich nach einer kurzen Phase der Entspannung wieder spürbar verteuert. Im Abrechnungsjahr 2025 mussten Verbraucher vor allem bei Gas- und Holzpelletheizungen deutlich mehr bezahlen. Für das laufende Jahr prognostizieren Experten eine gemischte Entwicklung mit Preissprüngen beim Heizöl. Langfristig droht allen fossilen Heizsystemen eine deutliche Kostensteigerung. Wärmepumpensysteme bleiben dagegen dauerhaft am günstigsten. Das geht aus dem neuen „Heizspiegel für Deutschland 2026“ hervor, den die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online gemeinsam mit dem Deutschen Mieterbund und dem Bauherren-Schutzbund veröffentlicht hat.

Nach Auswertung von mehr als 90.000 Gebäudedaten kam der neue Heizspiegel zu diesen Ergebnissen der durchschnittlichen Heizkosten (grau) in einer 70 m2 großen Musterwohnung. Daneben in rot die Prognose für das Abrechnungsjahr 2026.
Bild: co2online, Stiebel Eltron

Nach Auswertung von mehr als 90.000 Gebäudedaten kam der neue Heizspiegel zu diesen Ergebnissen der durchschnittlichen Heizkosten (grau) in einer 70 m2 großen Musterwohnung. Daneben in rot die Prognose für das Abrechnungsjahr 2026.
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Im Abrechnungsjahr 2025 zeigten sich laut „Heizspiegel Deutschland“ massive Preisunterschiede je nach Heizart. Nach Auswertung von mehr als 90.000 Gebäudedaten heizten Haushalte mit einer Wärmepumpe am günstigsten.

Für eine 70 m2 große Wohnung in einem Mehrfamilienhaus fielen im Schnitt folgende Kosten an:

• Erdgas: 1.170 Euro (+14 % gegenüber dem Vorjahr)

• Fernwärme: 1.295 Euro (+6 %)

• Heizöl: 1.030 Euro (unverändert)

• Holzpellets: 735 Euro (+20 %)

• Wärmepumpe: 715 Euro (+5 %)

Wenig überraschend, dass sich der Preisspiegel in einem 130 m2 großen Muster-Einfamilienhaus dem zur Musterwohnung ähnelt. Dass die Kosten für Erdgas leicht sinken könnten, ist laut Experten vermutlich nur ein vorübergehender Effekt.
Bild: co2online, Stiebel Eltron

Wenig überraschend, dass sich der Preisspiegel in einem 130 m2 großen Muster-Einfamilienhaus dem zur Musterwohnung ähnelt. Dass die Kosten für Erdgas leicht sinken könnten, ist laut Experten vermutlich nur ein vorübergehender Effekt.
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In einem durchschnittlichen Einfamilienhaus (130 m2) kletterten die Ausgaben bei einer Gasheizung im Schnitt auf 2.040 Euro (+15 %), während Besitzer einer Ölheizung 2.145 Euro (+1 %) bezahlten. Mit einer Wärmepumpe lagen die Kosten bei 1.260 Euro (+5 %).

Für das laufende Abrechnungsjahr 2026 wird mit weiteren starken Verschiebungen gerechnet. Verbraucher mit einer Ölheizung müssen sich wegen globaler Krisen auf erhebliche Mehrkosten einstellen: Für die 70-m2-Musterwohnung prognostiziert der „Heizspiegel“ einen Sprung um 24 % auf 1.275 Euro. Bei Einfamilienhäusern droht sogar ein Plus von 28 % (auf 2.745 Euro). Auch Holzpellets dürften wegen knapper Rohstoffe um rund 17 % teurer werden.

Beim Erdgas könnten die Kosten im Jahresschnitt leicht um etwa 4 % sinken, weil die Gasspeicherumlage entfällt. Allerdings warnen die Experten vor gestiegenen Großhandelspreisen, die zeitverzögert bei den Verbrauchern ankommen. Ende 2026 oder 2027 ist wieder mit Preisanstiegen zu rechnen. Im Vergleich dazu bleiben Wärmepumpen (+3 %) mit nur moderat steigenden Kosten weitgehend preisstabil.

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