Sechs innovative Handwerksbetriebe mit erstem „InnoWerker“-Award ausgezeichnet
18.05.2026Sechs Handwerksbetriebe sind im Rahmen des Wöhler Innovations-Forums, das am 8. und 9. Mai 2026 in Münster stattfand, mit dem erstmals vergebenen „InnoWerker“-Award ausgezeichnet worden. Prämiert wurden jeweils ein SHK-Betrieb und ein Schornsteinfegerbetrieb in den Kategorien „Digitalisierung im Arbeitsalltag“, „Talente & Nachwuchs“ und „Kompetenz- & Geschäftsfelderweiterung“.
Die Auswahl der Preisträger erfolgte durch eine unabhängige Fachjury aus Branchenexperten, Verbandsvertretern und Persönlichkeiten aus Handwerk und Wissenschaft. In der Jury wirkten Alexis Gula (Präsident Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks), Daniel Föst (Hauptgeschäftsführer Zentralverband Sanitär Heizung Klima), Silke Krämer (Komm ins Team Schwarz), Timo Kannegießer (Heizungsbauer aus Leidenschaft), Prof. Dr.-Ing. Bert Oschatz (Geschäftsführer ITG Institut für Technische Gebäudeausrüstung), Uwe Bigalke (Teamleiter Serielles Sanieren der dena), Robert Kroth (Gründer des Netzwerks „Neues bauen – 80 Sekunden“) sowie Christian Beyerstedt (Geschäftsführer Wöhler Technik).
„Die Qualität und Vielfalt der eingereichten Projekte hat uns als Jury beeindruckt“, sagt Christian Beyerstedt. „Es ist deutlich zu sehen, mit wie viel unternehmerischem Mut und persönlichem Engagement viele Betriebe ihr Handwerk weiterentwickeln und konsequent auf Zukunft stellen.“ Die „InnoWerker“-Awards wurden durch Jurymitglied Silke Krämer und SHK-Ausbilder und Servicetechniker Patrick Stimpfle überreicht.
Der InnoWerker-Award wurde erstmals an Handwerksbetriebe vergeben, die zeigen, wie modernes Handwerk heute aussieht: digital, begeisternd und zukunftsweisend.
Bild: Wöhler / Chris Rausch
In der Kategorie „Digitalisierung im Arbeitsalltag“ setzte sich bei den SHK-Betrieben der Meisterbetrieb von Markus Mack aus Michelbach an der Bilz durch. Von der digitalen Bauakte über Videoberatung bis hin zur Fernwartung nutzt das Team moderne Tools, transparente Kommunikationswege und eine KI-Telefonassistenz, um klare Abläufe und einen besonders effizienten Service für die Kundschaft sicherzustellen.
Unter den Schornsteinfegerbetrieben entschied die haushoch4 GmbH die Kategorie für sich. Das Unternehmen wurde von Beginn an konsequent digital aufgestellt und steuert sämtliche Abläufe über ein zentrales System, um Prozesse zu automatisieren und eine moderne Arbeitsorganisation zu schaffen. Die digitale Transformation ist zudem Thema im firmeneigenen Podcast.
In der Kategorie „Kompetenz- & Geschäftsfelderweiterung“ überzeugte im SHK-Bereich Lucas Pimperl von W. Pimperl Bad & Design. Durch zusätzliche Qualifizierung im Bereich Elektrotechnik hat sich der Betrieb strategisch breiter aufgestellt und kann Kundinnen und Kunden heute ganzheitlich zu modernen Heizsystemen inklusive Wärmepumpe, PV-Anlage, Speicher und Energiemanagement beraten und betreuen.
Bei den Schornsteinfegern punktete Christian Fiedler, der sein Unternehmen vom klassischen Schornsteinfegerbetrieb zur eigenständigen Energieberatungs-GmbH weiterentwickelt hat. Zum Leistungsportfolio gehören unter anderem Heizlastberechnungen und hydraulischer Abgleich, mit denen er seine Kundschaft umfassend bei der energetischen Optimierung unterstützt.
In der Kategorie „Talente & Nachwuchs“ ging der Preis im SHK-Handwerk an Fabian Roth mit seinem Betrieb Pro Heat by Roth. Ein flexibles Gleitzeitmodell mit digitaler Einsatzplanung ermöglicht es den Monteuren, ihre Arbeitswoche im Zeitfenster zwischen 7 und 20 Uhr eigenverantwortlich zu gestalten und Kundentermine selbst zu koordinieren – ein klares Plus in der Arbeitgeberattraktivität.
Bei den Schornsteinfegern wurde Beate Gerbershagen ausgezeichnet. Sie hat 2024 in einer Phase hoher Verantwortung – eigener Kehrbezirk, Start in die Selbstständigkeit und im selben Jahr Mutter geworden – nicht nur direkt einen Auszubildenden übernommen, sondern engagiert sich zusätzlich aktiv für die Nachwuchsgewinnung, unter anderem beim Girls’Day und auf Ausbildungsmessen.
