Die Energiewende im Einfamilienhaus

Nachhaltiger Wandel mit Luft-Wärmepumpe

„Gute Nachrichten für Hausbesitzer und für unser Klima“, verkündete die Bundesregierung mit dem Klimaschutzprogramm: Wer seine Ölheizung durch eine umweltfreundliche Lösung ersetzt, profitiert von einer Austauschprämie in Höhe von bis zu 45 % der Investitionskosten. Dass dieser Anreiz notwendig ist, zeigt die anhaltend hohe Zahl von veralteten Heizkesseln in deutschen Haushalten. Staatliche Förderprogramme lieferten auch Familie Bräuer aus Schwieberdingen einen wesentlichen Grund für den Austausch ihrer Ölheizung. Mit der Entscheidung für die Luft-Wärmepumpe „Compress 7000i AW“ von Bosch investieren sie in eine nachhaltige Zukunft.

In der Nachbarschaft von Familie Bräuer findet sich auf nahezu jedem Grundstück ein Hühnerstall. Was kurios klingt, geht auf eine Gemeindeauflage aus den 1950er Jahren zurück. Noch heute bewahrt der Denkmalschutz diese Tradition. Als sie vor drei Jahren nach Schwieberdingen kamen, setzten die Bräuers zunächst ebenso auf Bewährtes. Weil sie im Raum Stuttgart kein Bauland finden konnten, entschieden sie sich für ein fast 70 Jahre altes Einfamilienhaus. Dass ausgerechnet ihr Grundstück keinen denkmalgeschützten Hühnerstall beherbergte, kam den Bräuers gelegen: Mit einer grundlegenden Modernisierung wollten sie ihren Kurs ohnehin in Richtung Zukunft lenken.

Modernisierung in Eigenregie

Wenngleich sich die Bräuers bereits 2016 für ihr Eigenheim entschieden, wurde daraus erst mit vollendeter Modernisierung ein Zuhause. Bei den Planungsarbeiten wollten die beiden Ingenieure selbst Hand anlegen. An der Konzeption, der Beantragung von Fördergeldern und der Umsetzung beteiligten sie sich daher maßgeblich. Nach einer Bauzeit von einem Jahr erinnern nur noch die Außenmauern an das Einfamilienhaus aus den 1950er Jahren. Die Kernsanierung umfasste neben der Modernisierung des Dachstuhls ebenso den Austausch jeglicher Leitungen und Fenster. Mit der effizienten Dämmung war der erste Schritt in Richtung Nachhaltigkeit gemacht. Auf zwei Etagen und einer Wohnfläche von insgesamt 160 m2 wollten die Bräuers jedoch mehr für den Umweltschutz tun: Eine neue und vor allem nachhaltige Wärmelösung musste her.

Dieser Wechsel lohnt sich

Eine veraltete Ölheizung wie bei den Bräuers findet sich auch heute noch in jedem vierten Haushalt Deutschlands. Der Großteil der 5,6 Mio. Geräte wurde weit vor der Jahrtausendwende eingebaut. Jede einzelne stößt nach Angaben des Bundesumweltamts jährlich rund 10 t CO2 aus. Die neue Heizung der Bräuers sollte durch die Nutzung regenerativer Energien besonders nachhaltig sein. Diese Ansprüche erfüllt die Luft-Wärmepumpe „Compress 7000i AW“ von Bosch . Mit einer Energieklasse von A++ ist sie eine der effizientesten Wärmepumpen am Markt.

Dass ihr Wechsel von der ausgedienten Ölheizung zur nachhaltigen Wärmepumpe lohnenswert war, stellten die Bräuers spätestens nach dem ersten Abrechnungsjahr fest: „Wir wussten, dass sich unser Verbrauch wesentlich effizienter gestalten würde, als es mit der Ölheizung der Fall gewesen wäre. Als wir dann jedoch die erste Heizkostenabrechnung in den Händen hielten, waren wir überrascht, wie niedrig unser Verbrauch tatsächlich war“, erzählt Toni Bräuer. Für die Erzeugung von Heiz- und Warmwasserenergie fielen in Jahressumme gerade mal 3.689 kWh an.

Energiewende in den Startlöchern

Um eine noch höhere Ersparnis zu erreichen, wollen die Bräuers ihr Heizkonzept langfristig um eine Photovoltaikanlage erweitern. Erste Voraussetzungen dafür schafften sie schon im Zuge der Modernisierung, berichtet Toni Bräuer: „Uns war wichtig, dass sich unsere neue Heizung möglichst regenerativer Energien bedient. Dass sie außerdem kompatibel mit einer Photovoltaikanlage ist, erfüllt diesen Anspruch umso mehr. Während unserer Sanierungsarbeiten haben wir deshalb schon die Rohre für die Photovoltaikanlage gelegt. Unser Heizsystem ist somit bereits heute auf den Betrieb mit einer Solaranlage vorbereitet. Die Fertigstellung der Anlage ist dann der nächste Schritt in unserer privaten Energiewende.“

Effizienz und Benutzerfreundlichkeit

Neben einem sparsamen Verbrauch und der Möglichkeit, regenerative Energie effizient zu nutzen, überzeugt Familie Bräuer nicht nur die Benutzerfreundlichkeit ihrer neuen Luftwärmepumpe: „Sie hat ein zeitloses Design, ist platzsparend und noch dazu besonders leise“, berichtet der Familienvater. Ein zusätzlicher Nutzen: Die „Compress 7000i AW“ sorgt für eine wohlige Wohnatmosphäre an kalten Tagen und kann im Sommer ebenso zum Kühlen genutzt werden. Der Wechsel auf ihre neue Wärmepumpe von Bosch stimmt die Bräuers vollends zufrieden: „Das ist eine Anlage, die von vorne bis hinten clever durchdacht ist.“

Rentabilität trifft auf Notwendigkeit

Die Bräuers haben sich vor ihrem Modernisierungsvorhaben intensiv mit Klimaschutzzielen und den daraus folgenden Anforderungen an ihr Gebäude auseinandergesetzt, erinnert sich Toni Bräuer: „Der Nachhaltigkeitsaspekt hat entscheidenden Einfluss auf unsere Planungen genommen. Gerade beim Austausch unserer alten Ölheizung stand dieser Anspruch im Vordergrund.“ Wie zahlreiche Bauherren nutzte auch Familie Bräuer schon damals staatliche Förderprogramme von BAFA und KfW.

Seit Januar 2020 sind diese noch attraktiver: Dabei ermöglicht die BAFA-Förderung nach den jüngsten Beschlüssen der Bundesregierung eine Unterstützung von bis zu 45 % der Bruttoinvestitionskosten innerhalb der Modernisierung. Entscheidend dafür ist, welches Heizsystem verbaut ist und auf welches gewechselt werden soll. Eine Inanspruchnahme der Förderung ist jedoch mit Auflagen verbunden. So muss das neue Heizsystem regenerative Energien verwenden oder zumindest auf deren Einsatz vorbereitet und damit „renewable ready“ sein.

Anforderungen an eine nachhaltige Zukunft

„Die Entscheidung für die Beantragung der Fördergelder hat sich gelohnt“, ist sich Toni Bräuer sicher. „Die Förderung ging mit hohen energetischen Anforderungen einher, das wussten wir schon vorher und genau das war der Anreiz.“ Die Absolutbeträge der Förderungen, die sich nach den Bruttoinvestitionskosten der Modernisierungsmaßnahmen richteten, seien attraktiv, berichtet der Familienvater: „Die hohen Auflagen auf der einen und die finanzielle Unterstützung auf der anderen Seite brachten uns dazu, unsere eigenen Anforderungen hochzuschrauben und uns für die bestmöglichen und damit nachhaltigsten Lösungen zu entscheiden – sei es in Bezug auf die Baustoffe oder aber unsere neue Wärmepumpe von Bosch.“

Ohne die Fördermaßnahmen, erklärt Bräuer, hätte sich die Familie sicher für eine weniger hochwertige Ausstattung entschieden. „Mit Blick auf die Zukunft unserer Kinder möchte ich meinen Teil dazu beitragen, unser Klima und damit unseren Planeten zu schützen. Der Wechsel von der Ölheizung auf die ‚Compress 7000i AW‘ – also eine regenerative Energietechnik – war daher eine Entscheidung aus voller Überzeugung.“

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