Heizungswasser aufbereiten

Handwerksbetrieb setzt auf Inline-Entsalzungsmethode

Als Spezialist für das Heizen mit regenerativen Energien aus Holz und Sonne weiß Reiner Stemmer, wie wichtig eine optimal abgestimmte Heizungswasserqualität für einen reibungslosen und energieeffizienten Anlagenbetrieb ist. Um die Vorgaben der VDI-Richtlinie 2035 umzusetzen, hat sich Stemmer für die Inline-Entsalzungsmethode der Firma perma-trade Wassertechnik entschieden, die eine Heizungswasseraufbereitung im laufenden Betrieb ermöglicht.

Wer in der SHK-Branche langfristig Erfolg haben will, muss offen für Neues bleiben und sich flexibel auf veränderte Anforderungen einstellen können. So hat sich auch Reiner Stemmer nach Gründung seiner Firma 1995 schnell auf Umwelttechnologien spezialisiert: zunächst auf Gasbrennwerttechnik und thermische Solaranlagen, in der Folgezeit auch auf Pellets-Kaminöfen und Pellets-Heizungsanlagen sowie Hygienespeichertechnik. Regenerative Energien und nachhaltige Konzepte sind heute längst zum Motor seines täglichen Geschäfts geworden. Da ist es nur „natürlich“, dass auch das eigene Firmengebäude im Innungsweg in Voerde CO² neutral mit einer Holzpellets-Heizung und einem Aqua-Solarsystem von Paradigma (www.paradigma.de) beheizt wird.

Bereits 2009 wurde Stemmer für sein besonderes Ausstellungskonzept mit dem Marketingpreis der Technologie für Generationen TfG ausgezeichnet. 2012 erhielt er die Klimaschutzflagge des Landkreises Wesel für sein Multi-Energie-Heizkonzept. Zudem ist Stemmer seit 2002 als Paradigma System- und Servicepartner aktiv, hält regelmäßig Vorträge über regenerative Energien und macht auch beim Thema Wasser keine Kompromisse.

Bestes Wasser für die Kunden

Dieser Vorsatz gilt für Stemmers Team nicht nur im Bereich der Trinkwasserbehandlung, sondern – seit Einführung der VDI-Richtlinie 2035 – selbstverständlich auch in der Heizungswasserbehandlung. Bei der Firma perma-trade Wassertechnik (www.perma-trade.de) fühlt sich Reiner Stemmer diesbezüglich „sehr gut aufgehoben und beraten.“ Über das Thema Filtertechnik und die „permasolvent“ Wasserbehandlungssysteme zum Kalk- und Korrosionsschutz kamen die beiden Unternehmen vor 15 Jahren das erste Mal miteinander ins Geschäft. Heute möchte Stemmer den Kontakt zu seinem perma-trade Außendienstmitarbeiter Achim Pfennigs schon als „nahezu familiär“ bezeichnen. „Wenn was ist, steht mein persönlicher Außendienstler sofort mit Rat und Tat bereit. Das weiß ich durchaus zu schätzen.“ Auch das firmeneigene Wertesystem von perma-trade Wassertechnik, das auf Verantwortung, Kompetenz und Nachhaltigkeit basiert, trägt Stemmer natürlich mit. „Ich finde es beispielsweise klasse, dass perma-trade einen Großteil der Produkte in der Atrio Werkstatt für Behinderte fertigen lässt und damit auch soziale Verantwortung zeigt. Von den besonderen Leistungen im Bereich Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit ganz zu schweigen.“

„permaLine“ als Lösung

Im Bereich der Heizungswasseraufbereitung ist Stemmer bei perma-trade „ein Fan der ersten Stunde“. Schließlich musste er wie viele andere Betriebe feststellen, dass seit Einführung der VDI-Richtlinie 2035 die Inbetriebnahme und Wartung einer Heizungsanlage nicht nur aufwendiger geworden, sondern für SHK-Fachbetriebe und Planer mit einem erhöhten Haftungsrisiko verbunden sind. Reiner Stemmer hat sich aus diesem Grund bereits 2006 für die Konditionierung von Heizungswasser nach VDI 2035 aus- und weiterbilden lassen.

Dennoch war die Umsetzung der Vorgaben auch für ihn anfangs nicht einfach. Er erinnert sich: „Wir hatten zum Beispiel häufig das Problem, dass wir eine Neuanlage mit bereits fertig aufbereitetem Wasser befüllt hatten, um anschließend festzustellen, dass die Anlage undicht war und somit das ganze aufwendig aufbereitete Wasser wieder abgelassen werden musste. Genauso mühsam war es, eine Anlage erst mit Leitungswasser zu befüllen, dann eine Druckprüfung durchzuführen und erst, wenn alles passt, das komplette Wasser wieder abzulassen und mit aufbereitetem frisch zu befüllen.“

Angesichts solcher Herausforderungen im täglichen Berufsalltag horchte Stemmer natürlich auf, als er von der „Inline-Entsalzungsmethode“ erfahren hat, wie sie Dr. Dietmar Ende von der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der perma-trade Wassertechnik entwickelt hat. Als Mitglied des Technikausschusses der TfG hat Stemmer die Geburtsstunde des „permaLine“ hautnah miterlebt. „‚permaLine‘ wurde ja in enger Zusammenarbeit mit Fachhandwerkern entwickelt. Die Idee des ‚Erst Füllens, dann Aufbereitens‘ hat mir sofort eingeleuchtet.“ So zögerte Stemmer auch nicht lange, als das erste Gerät einsatzbereit auf dem Tisch stand und war gleich so heiß auf die Neuerung, dass er eines der ersten „permaLine“ Geräte mit der Seriennummer 003 direkt bei perma-trade Firmeninhaber Michael Sautter persönlich bestellte. Mittlerweile sind die mobilen Geräte deutschlandweit im Einsatz und auch Stemmer hat seine Investition bis heute nicht bereut.

Heizungswasseraufbereitung im laufenden Betrieb

Tatsächlich spart „permaLine“ bei der Heizungswasseraufbereitung jede Menge Zeit. „Ganz entscheidend ist für mich, dass hier grundsätzlich mit Leitungswasser befüllt werden darf. Das ist nicht nur bei Bestandsanlagen, sondern auch bei Neuanlagen äußerst praktisch. Zudem arbeitet ‚permaLine‘ nach wenigen Handgriffen weitgehend automatisch und braucht nicht über den gesamten Prozess beaufsichtigt zu werden. So kann ich selbst entscheiden, wann ich das Gerät anschließe und wieder abbaue. Solange ,permaLine‘ seine Arbeit macht und das Füllwasser im laufenden Betrieb aufbereitet, kann ich mich wieder anderen Aufgaben zuwenden.“

Trotz praktischer Lösungen dieser Art werden in Deutschland schätzungsweise nach wie vor weniger als die Hälfte aller Heizungsanlagen den Vorgaben der VDI-Richtline 2035 entsprechend befüllt. „Sicher kostet eine Heizungswasseraufbereitung den Endkunden etwas mehr, aber es führt einfach kein Weg mehr daran vorbei. Für uns ist die Umsetzung der VDI-Richtlinie Stand der Technik und meiner Erfahrung nach ist es auch nicht schwer, unsere Kunden von den Vorteilen zu überzeugen. Wir nutzen dieses neue Geschäftsfeld für uns, indem wir entsprechend aufklären.“

Nachhaltiges Konzept

Als Unternehmen, das Nachhaltigkeit und Umweltschutz konsequent umsetzt, hat Stemmer sich natürlich auch in Sachen Heizungswasseraufbereitung die Frage gestellt, wie es mit den dabei anfallenden Abfallstoffen aussieht. „Wenn man sich überlegt, dass bereits für die Umlaufwasseraufbereitung eines normalen Einfamilienhauses mindestens ein Behälter mit mehreren Litern Mischbettharz anfällt, dann kommen bei jährlich Zehntausenden an Heizungsanlagen verschiedenster Größenordnungen schnell einige Tonnen zusammen, die anschließend entsorgt werden müssen“, gibt er zu bedenken. In vielen Unternehmen wird dieses Harz der Einfachheit halber kurzerhand in den Restmüll gekippt und lässt Müllberge weiter wachsen. Hinzukommt, dass durch das ebenfalls oft praktizierte Ausspülen der Behälter Restharzmengen zusätzlich das Abwasser belasten. Eine Vorgehensweise, die aus Umweltschutzgründen äußerst bedenklich ist. „Eigentlich ist es ja ein Widerspruch in sich, wenn in der Heizungsbranche mit Schlagwörtern wie z.B. erneuerbare Energien oder Ressourceneffizienz geworben wird, während gleichzeitig Tonnen von wiederverwertbarem Material relativ unfachmännisch entsorgt werden und dabei Umwelt und Abwasser belasten. Auch vor diesem Hintergrund fühle ich mich wesentlich wohler, mit einem Unternehmen wie perma-trade zusammen zu arbeiten, das diesbezüglich einen eigenen ,sauberen‘ Weg geht“, hebt Stemmer abschließend hervor. Denn perma-trade Kunden dürfen ihre permasoft-Behälter mit dem Mischbettharz nach Gebrauch kostenlos zur Neubefüllung an perma-trade zurückschicken. Das Mischbettharz wird regeneriert und anschließend wiederverwendet.

Aufbereitung im laufenden Betrieb:

„permaLine“ wird temporär über einen Bypass vom Rücklauf her kommend in den Heizkreislauf eingebunden. Zunächst fließt das Wasser durch einen feinporigen Tiefenfilter, der Trübstoffe und Magnetit entfernt, danach sorgt eine angeschlossene Mischbettpatrone für die Entmineralisierung. Bis zu drei Patronen lassen sich dabei in Reihe schalten. Beim Durchfließen dieser Entmineralisierungseinheiten werden nicht nur Magnesium und Calcium entfernt, sondern auch korrosive Salze wie Chlorid und Sulfat und, falls vorhanden, anorganische Korrosionsinhibitoren. Im Gegensatz zu einer Enthärtung, bei der die Härtebildner durch Natrium ersetzt werden, hat das Wasser hier nach der Entmineralisierung eine stark reduzierte elektrische Leitfähigkeit.

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