Batteriespeicher-Zubau in Deutschland steigt
03.11.2026Der Ausbau von Batteriespeichern in Deutschland hat deutlich an Fahrt aufgenommen. Das geht aus einer aktuellen Auswertung von Daten der Bundesnetzagentur durch den Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) hervor.
Für das Gesamtjahr erwartet der Verband einen Zubau in Höhe von deutlich über zehn GWh Speicherkapazität. Doch das Ausbautempo muss aus übereinstimmender Sicht von Branche und Wissenschaft weiter steigen.
Bild: BSW-Solar
In den ersten neun Monaten des Jahres 2026 wurden mehr als eine halbe Million neue Batteriespeicher mit einer Kapazität von insgesamt rund 8,2 Gigawattstunden (GWh) in Betrieb genommen. Damit stieg die neu installierte Speicherkapazität gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 91 %. Besonders stark legte der Markt für Großspeicher zu: Ihr Zubau hat sich mehr als vervierfacht.
Auch bei kleineren Batteriespeichern stieg der Zubau: Die neu installierte Kapazität von Heimspeichern wuchs um 20 % auf 3,2 GWh und bei Gewerbespeichern um 67 % auf rund 0,7 GWh. Kleinstspeicher verzeichneten ebenfalls ein Plus von 33 % auf etwa 0,5 GWh. Das geht aus einer Auswertung des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur durch den BSW-Solar hervor (Stand: 12.10.2026). Weitere Nachmeldungen können diese Zubau-Werte sogar noch erhöhen.
Für das Gesamtjahr erwartet der Verband einen Zubau in Höhe von deutlich über zehn GWh Speicherkapazität. Doch das Ausbautempo muss aus übereinstimmender Sicht von Branche und Wissenschaft weiter steigen. Die vier- bis fünffache Menge müsste jährlich an zusätzlicher Flexibilität bis zum Jahr 2030 erschlossen werden, um den geplanten Ausbau erneuerbarer Energien möglichst kostengünstig in das Stromsystem zu integrieren, heißt es.
