Bautätigkeit kommt wieder in Schwung

Die europaweiten Ergebnisse für das zweite Quartal 2024 zeigen eine weitere, wenn auch bescheidene, Verbesserung der gesamten Bautätigkeit.
Quelle: Clipdealer

Die europaweiten Ergebnisse für das zweite Quartal 2024 zeigen eine weitere, wenn auch bescheidene, Verbesserung der gesamten Bautätigkeit.
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Die Ergebnisse des Royal Institution of Chartered Surveyors (RICS) Global Construction Monitor (GCM) für das zweite Quartal 2024 deuten weiterhin auf eine leichte Verbesserung der Bautätigkeit hin. Der Gesamtindex für die Bautätigkeit (Construction Activity Index, CAI) verzeichnete das zweite Quartal in Folge einen Wert von +15 auf globaler Ebene. Dies zeigt, dass die Dynamik des Sektors insgesamt weitgehend konstant bleibt.

Auf europäischer Ebene verzeichnete der CAI im zweiten Quartal einen Wert von +12 gegenüber +6 im Vorquartal. Dies ist der beste Wert seit Anfang 2022, auch wenn das aktuelle Ergebnis laut  des RICS ein bescheidenes Wachstum der Bautätigkeit signalisiert. Auf Länderebene stieg der CAI in den Niederlanden deutlich an und erreichte einen Wert von +31 im Vergleich zu +6 beim letzten Mal. Daneben weisen sowohl Italien (+21) als auch Irland (+20) weiterhin deutlich positive CAI-Werte auf, wobei diese weitgehend unverändert gegenüber dem ersten Quartal blieben. In Deutschland stieg der CAI auf +20 von zuvor +12. Dies ist der beste Wert seit dem ersten Quartal 2022. Auch Spanien (+17) und Großbritannien (+9) verzeichneten positive CAI-Werte.

Finanzielle und regulatorische Markthemmnisse

Susanne Eickermann-Riepe FRICS, Vorsitzende des RICS European World Regional Board (EWRB): „Die europäische Baubranche erholt sich deutlich und Deutschland trägt maßgeblich, neben den Niederlanden, zu einem verbesserten und zum dritten Mal in Folge gestiegenen Construction Activity Index bei. Die Stimmung hellt sich etwas auf, auch wenn weiterhin Materialkosten und finanzielle Engpässe limitierende Faktoren sind. Insbesondere in Deutschland wird der Planungs- und Regulierungsaufwand ebenso hoch eingeschätzt.“

Finanzielle Beeinträchtigungen (61 %) sowie Planungs- und Regulierungsvorschriften (59 %) sind in Europa die am häufigsten genannten Faktoren, die als Hemmnisse für die Marktaktivität europaweit angesehen werden. Zudem gaben über 50 % der RICS-Befragten an, dass der Mangel an Fach- und Arbeitskräften negative Auswirkungen hat. In Deutschland sagen jeweils 69 %, dass die größten Markthemmnisse auf finanzielle Beeinträchtigungen, Planungs- und Regulierungsvorschriften sowie Arbeitskräftemangel zurückzuführen sind.

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