Erste rDME-Lagerstätte eröffnet
23.09.2026Flüssiggasversorger Primagas hat im brandenburgischen Schwarzheide eine Lagerstätte für regenerativen Dimethylether (rDME) und Flüssiggas eröffnet. In einem Pilotprojekt testete Primagas seit 2023 mit Partnern drei Flüssiggas-Heizungsanlagen auf ihre Eignung für rDME.
Das neue rDME-Lager in Schwarzheide ist das erste seiner Art in Europa. Vor Ort sind die beiden oberirdischen 30-t-Behälter in einen Sandwall eingefasst.
Bild: Primagas
Die europaweit erste Anlage ihrer Art umfasst zwei Behälter mit je 30 t Kapazität. Damit schafft Primagas nach eigenen Angaben eine zentrale Voraussetzung für seine geplanten Feldtests mit rDME.
Die anteilige Nutzung des Energieträgers wurde erprobt: 20 bzw. 65 % rDME gemischt mit Flüssiggas sowie 100 % rDME. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage, welche technischen Voraussetzungen für einen anteiligen, mehrheitlichen oder vollständigen Einsatz des regenerativen Energieträgers in marktüblichen Flüssiggas-Versorgungsanlagen erfüllt sein müssen. Dafür wurden unter anderem Regler, Ventile und Leitungen geprüft. Diese Untersuchungen waren notwendig, weil rDME und Flüssiggas zwar chemisch ähnlich, aber nicht identisch sind. Besonders aufgrund seiner Polarität kann rDME spezifische Anforderungen an Materialien und Bauteile stellen. „Die Tests haben gezeigt, dass rDME in den untersuchten Anlagen ohne nennenswerte Auffälligkeiten eingesetzt werden konnte“, sagt Maarten Jan Oskam, Geschäftsführer von Primagas. „Jetzt gehen wir gemeinsam mit unseren Projektpartnern in die nächste Phase. Wir schaffen mit der Inbetriebnahme des Lagers in Schwarzheide die logistische Grundlage dafür, rDME künftig zuverlässig bevorraten und ausliefern zu können.“
Das neue rDME-Lager befindet sich auf dem Gelände der Spedition Alfred Talke GmbH & Co. KG. Der Logistikpartner von Primagas hat den Aufbau der neuen Lager- und Logistikinfrastruktur eng begleitet und wird künftig gemeinsam mit ihrer Tochter, der Grimmener SpeziTrans & Service GmbH, auch die Belieferung an Kunden übernehmen. Vor Ort sind die beiden oberirdischen 30-t-Behälter in einen Sandwall eingefasst.
