Sanitärtechnik trifft Profisport

Robuste Sanitärausstattung für starke Spiele beim 1. FC Lok Leipzig

Das traditionsreiche Bruno-Plache-Stadion mit der historischen Holztribüne in Leipzig verbindet Fußballgeschichte und moderne Sanitärtechnik. Dabei setzt der 1. FC Lokomotive auf berührungslose, wassersparende und hygienische Lösungen von Delabie. Sensorarmaturen, automatische Hygienespülungen und sichere Thermostatduschen sorgen dafür, dass Besucherströme ebenso zuverlässig versorgt werden wie Spieler und Gastmannschaften. Ein Beispiel dafür, wie sich Nachhaltigkeit und zeitgemäßer Nutzerkomfort im öffentlichen Sanitärbereich erfolgreich vereinen lassen.

Von seinen Fans liebevoll Bruno genannt, ist das Bruno-Plache-Stadion Heimat des 1. FC Lokomotive Leipzig und bietet Platz für mehr als 12.000 Zuschauer. Die 1932 erbaute Holztribüne, die auch heute noch genutzt wird und einen Großteil der Westgerade einnimmt, ist weitgehend im Originalzustand erhalten. Sie stellt ein wichtiges architektonisches Beispiel für große Tribünen in deutschen Fußballstadien aus dieser Zeit dar. Farbig dominieren die Vereinsfarben Blau-Gelb die Holztribüne. Die Farbgebung findet sich auch in den öffentlich zugänglichen, gelb und blau gefliesten Sanitäranlagen wieder. Diese versprühen aber nicht nur einen Hauch Fankultur, sondern sollen vor allem hygienisch und zuverlässig funktionieren. Um das zu erreichen, steht Delabie dem Traditionsverein mit seinem Know-how im Bereich öffentlicher Sanitäranlagen zur Seite.

Berührungslose Ausstattung für Besucherströme

Hier hat der Betreiber sich für vollständig berührungslose Lösungen entschieden. Das elektronische Ventil „TEMPOMATIC 4“ wird durch die Erfassung der Hände mittels Sensor aktiviert und stoppt automatisch, sobald diese den Erfassungsbereich verlassen. So wird immer nur so viel Wasser wie nötig abgegeben. Außerdem wird weitere Wasserverschwendung durch die Antiblockiersicherheit vermieden. Sie verhindert das Blockieren der Armatur im geöffneten Zustand.

Auch die Benutzung des Seifenspenders erfordert keinerlei Handkontakt. Zum Händetrocknen stehen hygienische Papierhandtuchspender aus bakteriostatischem Edelstahl „Werkstoff 1.4301“ bereit.

In Spielpausen sorgt die automatische Hygienespülung der verbauten Waschtisch-Armaturen für Sauberkeit: Alle 24 Stunden nach der letzten Nutzung wird eine Spülung von 60 Sekunden ausgelöst. Stagnation in den Leitungen wird begrenzt und in den heißen Sommermonaten wird das Austrocknen des Geruchsverschlusses verhindert.

„Nachhaltigkeit ist für uns seit Jahren ein wichtiges Thema. Dadurch wollen wir unseren Beitrag zum Wohle der Umwelt leisten. Darüber hinaus möchten wir dabei auch Ressourcen und Kosten sparen, um den 1. FC Lok für die Zukunft gut aufzustellen. Mit Delabie haben wir einen Partner an der Seite, der uns im Sanitärbereich dabei unterstützt. In den letzten beiden Jahren konnten wir bereits einige Projekte gemeinsam umsetzen und werden auch in den kommenden Jahren weitere Konzepte angehen“, sagt Martin Mieth, Geschäftsführer des 1. FC Lokomotive Leipzig.

Spielerduschen: sicher, sauber, komfortabel

Im Duschbereich hat sich der Verein für seine Spieler und seine Gastmannschaften für elektronische und mechanische Ther-mostatarmaturen entschieden. Diese sollen vor allem sicher und komfortabel sein. Denn wer 90 Minuten für seinen Verein alles gibt, hat eine angenehme Dusche mit einstellbarer Temperatur mehr als verdient. Ist die Temperatur einmal gewählt, sorgt das Thermostat für eine konstante Temperatur unabhängig von Druckschwankungen im Leitungssystem. Sportler sind nach großen Anstrengungen besonders gefährdet gegenüber Bakterien wie beispielsweise Legionellen. Daher sind in den Ringinstallationen hohe Temperaturen vorgesehen – eine wichtige Maßnahme zum Schutz vor Verunreinigungen. Thermostate sorgen für eine konstante Temperatur und schützen bei Kaltwasserausfall vor Verbrühungen. Die elektronischen Varianten spülen mit ihrer automatischen Hygienespülung alle 24 Stunden nach der letzten Nutzung die Leitung und sorgen so zusätzlich für sauberes Wasser.

Einbautipps für SHK Profis

In den Sanitärbereichen des Bruno-Plache-Stadions wurden u. a. elektronische Ventile „TEMPOMATIC 4“ und Duschelemente „SECURITHERM“ installiert. Darauf müssen SHK-Profis beim Einbau achten:

 

„TEMPOMATIC 4“

Besonderheiten

Handkontaktfreie Auslösung durch Präsenzerfassung im Sensorbereich

Komfort-Laufzeit von ca.
3 Sekunden

Hygienespülung: automatische Spülung (~60 Sekunden) alle 24 Stunden nach der letzten Nutzung

Antiblockiersicherheit: Schließen nach 30 Sekunden Dauerlauf

Durchflussregulierung:
werkseitig 3 l/min bei 3 bar,
einstellbar von 1,4 bis 6 l/min

Beständig gegenüber
thermischen und chemischen Desinfektionen

Batterien oder Netzbetrieb je nach Ausführung

 

Wichtige Hinweise für die Praxis (Auslegung & Montage)

Sensorpositionierung: Die Armatur darf nicht gegenüber Spiegeln oder reflektierenden Flächen installiert werden, um Interferenzen der Infrarotstrahlen zu vermeiden. Zwei Sensorarmaturen dürfen nicht einander gegenüber montiert werden.

Hydraulische Voraussetzungen: Fließdruck 1–5 bar (empfohlen: 3 bar), max. 1 bar Druckdifferenz zwischen Kalt- und Warmwasser. Auslauftemperatur gemäß DIN EN 806 2 / VDI 3818 auf max. 38–40 °C begrenzen.

Rückflussverhinderer & Siebdichtungen: Rückflussverhinderer sind in den Anschlussschläuchen integriert und dürfen nicht entfernt werden. Die mitgelieferten Siebdichtungen müssen zwingend montiert werden, um die Rückflussverhinderer zu schützen.

Unterputzinstallation: Der Installateur ist verantwortlich für:

vollständige Abdichtung der Unterputz-Aussparung,

Vermeidung jeglicher Wasserstagnation in der Aussparung,

jährliche Kontrolle der Abdichtungen zwischen Rosette/Edelstahlplatte und Wand sowie Armaturenkörper.

Elektrische Installation (bei Netzbetrieb): Betrieb ausschließlich mit dem vom Hersteller gelieferten Netzteil. Installation gemäß VDE 100, Trennschalter 30 mA vorsehen. Automatisches Schließen bei Stromausfall.

Wartung: mindestens einmal jährlich:

Rückflussverhinderer und Siebdichtungen reinigen / entkalken.

Magnetventil prüfen und ggf. entkalken.

Ventilsitze und Dichtungen kontrollieren.

 

„SECURITHERM“

Besonderheiten

Thermostatgesteuerte Temperaturregelung mit 38 °C Anschlag (zweiter Anschlag bei 41 °C)

Verbrühungsschutz: automatisches Schließen bei Kaltwasserausfall

Schutz vor Kaltwasserschock: automatisches Schließen bei Warmwasserausfall

Automatische Hygienespülung: alle 24 h nach der letzten Nutzung von 60 Sekunden trägt zur Vorbeugung des Legionelloserisikos bei. Dadurch werden Wasserstagnation und die Entwicklung von Bakterien in den Rohrleitungen vermieden.

Selbstschlussfunktion (~30 Sekunden Laufzeit)

Vandalengeschütztes Edelstahlgehäuse

Verkalkungsarmer Brausekopf mit automatischem Durchflussmengenregler

Geeignet für thermische Desinfektionen

Durchflussmenge: 6 l/min bei 3 bar

 

Wichtige Hinweise für die Praxis (Auslegung & Montage)

Einbau und Inbetriebnahme unserer Armaturen müssen von geschultem Fachpersonal unter Berücksichtigung der allgemein anerkannten Regeln der Technik durchgeführt werden.

Montage von oben mit geraden Vorabsperrungen
G 1/2B (je nach Ausführung auch verdeckt möglich).

Verdeckte Befestigungen für erhöhte Sicherheit und Vandalismusresistenz.

Schutzfilter und Rückflussverhinderer sind integriert und müssen regelmäßig gewartet werden.

Thermostat korrekt einstellen durch Eindrücken des roten Knopfes auf dem Griff:

Anschlag bei 38 °C

Anschlag bei 41 °C

Geeignete Leitungsquerschnitte wählen, um Druck- und Durchflussverluste zu vermeiden.

Vorabsperrventile erleichtern die Wartung.

Die Absicherung der Installation mit Vorfiltern, Wasserschlag- oder Druckminderern reduziert die Wartungshäufigkeit (empfohlener Betriebsdruck 1 bis 5 bar (100 bis
500 kPa)).

Regelmäßige Kontrolle der Kartusche, Rückflussverhinderer und Filter (mind. jährlich).

x

Thematisch passende Artikel:

Ausgabe 09/2023

Neuer Industrieverbund VDMA Sanitärtechnik und -design gegründet

Am 16. November 2023 fand in Berlin die Gründungsversammlung des neuen Industrieverbunds VDMA Sanitärtechnik und -design statt. In diesem Rahmen wurde Thilo Pahl, Geschäftsführender Gesellschafter...

mehr

Sanitärtechnik und Installationsbranche trotzt schwierigem Marktumfeld

Gemäß einer Befragung der Mitglieder des Industrieverbands von Ende Dezember 2023 wird für das erste Halbjahr 2024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum für den Bereich Sanitärprodukte vor der Wand...

mehr
Ausgabe 06/2025

Moderne Sanitärtechnik im traditionsreichen Wellenbad

Hallenbad am Zwischenahner Meer nach Kernsanierung eröffnet

Vier Jahre mussten junge und junggebliebene Wasserratten warten, bis sie sich endlich wieder in die Fluten des Hallen-Wellenbads am Zwischenahner Meer stürzen durften. Nach einer coronabedingten...

mehr
Ausgabe 05/2025

Langlebige Lösungen zum Wassersparen

Robuste Sanitärtechnik im hektischen Schulalltag

Die Gesamtschule am Wällenberg im niedersächsischen Landkreis Osterholz wird von über 750 Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen fünf bis zehn besucht. Im Rahmen einer Sanierung wurde ein...

mehr

Industrieverbund VDMA Sanitärtechnik und -design ist der VDS beigetreten

Der Industrieverbund VDMA Sanitärtechnik und -design ist rund ein Jahr nach seiner Gründung der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) beigetreten. Durch den Beitritt stärkt das Netzwerk der...

mehr