Heizung & Energie | Wärmeverteilung und -übertragung | 18.12.2012

Solarthermieanlage im Schulgebäude

Energieeffiziente Grundschule

Neubau erhält Flächenheiz- und -kühlsysteme

Im Jahr 2008 wurde die Grundschule der rheinland-pfälzischen Verbandsgemeinde Wallhalben um einen Neubau erweitert. Durch die Umwandlung in eine Ganztagsschule war ein erhöhter Raumbedarf entstanden. Deshalb wurde auf etwa 500 m2 Fläche ein eingeschossiges Zusatzgebäude errichtet. Bei Bausub­stanz und Haustechnik des Neubaus legte die Verbandsgemeindeverwaltung vor allem auf Energieeffizienz Wert.
  • Grundschule WallhalbenIn dem Neubau für die Grundschule Wallhalben sind zusätzlich vier Klassenräume entstanden. Durch die Umwandlung zu einer Ganztagsschule war der Raumbedarf gestiegen

    Bilder: KME Germany AG & Co. KG

  • HeizkreisverteilerDie Anbindung von „Q-tec“ an den Heizkreisverteiler erfolgte mittels Klemmverschraubungen

  • FlächenheizsystemIn den Klassenräumen wurden insgesamt zwölf „Hypoplan“-Wandheizungs­elemente von KME vom Typ 23/65 im Nasssystem verlegt. Flächenheizsys­teme sorgen für ein behagliches Raumklima bei geringerem Wärmeaufkommen und reduzieren die Hausstaubbelastung

  • SolarthermieanlageDa die Verbandsgemeindeverwaltung vor allem auf Energieeffizienz Wert legte, wurde eine Solarthermieanlage mit einer maximalen thermischen Leistung von 15 kW beim Zusatzgebäude installiert

Beim Zusatzgebäude der Grundschule Wallhaben setzte die Verbandsgemeinschaft bei der Wärmeerzeugung auf eine Solarthermieanlage mit einer maximalen thermischen Leistung von 15 kW. Bei Spitzenlastanforderungen liefert ein Ölkessel mit einer Leistung von 70 kW in der Heizzentrale des Altbaus zusätzliche Wärme. Aus ökologischen Gründen und zur Maximierung des Nutzerkomforts entschied man sich für die Installation energieeffizienter Flächenheizungen und -kühlungen, die mit dem Markenkupferrohr „Q-tec“ und dem Wandheizungssystem „Hypoplan“ der KME Germany AG & Co. KG (www.kme-tube-systems.com) realisiert wurden. Die technische Kundenberatung übernahm Georg Dick von KME.
 
Fußbodenheizung
Für die Fußbodenheizung verlegte der ausführende SHK-Fachbetrieb Andreas Traub rund 5000 m des leicht zu verarbeitenden „Q-tec“ in der Dimension 14 x 2 mm. Das Markenkupferrohr ist diffusionsdicht und schützt Heizsysteme vor dem Verschlammen. Durch die Flexibilität eignet es sich für den Einsatz in Flächenheizsystemen. „Q-tec“ besteht aus einem dünnwandigen und leichten Kupferrohr, das mit einem Polyethylen-Mantel kraftschlüssig verbunden ist. So ist es zugleich robust und schnell zu verarbeiten, da es gegenüber dem klassischen Ringrohr mit zwei Drittel weniger Kupfer auskommt. „Q-tec“ zeichnet sich durch sein geringes Gewicht von nur 14,7 kg auf 100 m (14 x 2) und hohe Kalkulationssicherheit aus.
Neben Flächenheizsystemen kann „Q-tec“ – aufgrund der DVGW-Zulassung – auch in der Trinkwasserinstallation sowie in Erdreichabsorbern, Betonkernaktivierungen und Flächenkühlungen verarbeitet werden. Auch dies sprach in Wallhalben für das Markenkupferrohr, da die Heizflächen des Schulgebäudes in den Sommermonaten zur Raumkühlung eingesetzt werden.
Per Hand oder Biegewerkzeug
Das dünne Kupferrohr kann sowohl von Hand als auch mit Biegefeder oder Biegewerkzeug gebogen werden. Mit der als Zubehör erhältlichen „Q-tec“-Rohrschere erfolgen Entgraten und Kalibrieren in einem Arbeitsgang. Beim Bau der Grundschule Wallhalben wurde das Kupferrohr auf einer gerasterten Positionierfolie ausgerichtet und per Tackerbefestigungstechnik arretiert. Die Verbindungen führte der Fachbetrieb Traub mit den systemeigenen „Q-tec“-Pressfittings mit doppeltem EPDM-Dichtelement aus. Dabei bietet die Abdichtung „Metall auf Metall“ ein Höchstmaß an Sicherheit. Die Anbindung an den Heizkreisverteiler erfolgte mit Klemmverschraubungen. Neben der Fußbodenheizung verlegten die SHK-Profis beim Erweiterungsbau der Grundschule Wallhalben zusätzlich zwölf „Hypoplan“-Elemente im Nasssystem. Das energiesparende und wartungsfreie Wandheizungssystem von KME schafft ein angenehmes Raumklima und ist für den Betrieb mit Wärmeerzeugern wie z. B. Solaranlagen oder Wärmepumpenheizungen geeignet. Die Solarthermieanlage versorgt in der Grundschule Wallhalben auch die Wandheizung.
Das „Hypoplan“-System bietet zahlreiche Montagevorteile. Es ist mit allen mineralischen Putzen sowie Kombinationen nach DIN 18 550 verwendbar und kann durch seine besonders geringe Aufbauhöhe in bauübliche Putzstärken von 15 bis 20 mm eingebettet werden. Das Oberflächenfinish ist frei wählbar, alle im Innen- und Objekt­ausbau üblichen Beschichtungen wie Feinspachtel, Tapeten und Farbbeschichtungen sind zulässig. Die maschinell gebogenen Heizrohrregister aus 10 mm Kupferrohr erlauben eine einfache Planung und Ausführung, da mit nur sechs verschiedenen Registergrößen nahezu jede Einbausituation realisierbar ist.

Autor: Autor: Vincent Domscheit, Wuppertal

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